Eine Besonderheit für die Drei- bis Sechsjährigen in unserer KITA ist der regelmäßig einmal in der Woche stattfindende Kontakt zur englischen Sprache. Die freiberufliche Muttersprachlerin Liz Johnson ist bereits seit 10 Jahren in unserer Einrichtung tätig.

Das Angebot hat sich in den vergangenen vier Jahren in der Ausgestaltung kontinuierlich qualitativ verbessert und vom Englisch-Unterricht zu einer ganzheitlichen bilingualen Pädagogik entwickelt. Gemeinsam mit der Springerin verbringt Liz Johnson einmal wöchentlich einen Vormittag von 8:00-11:30 Uhr in jeder Elementargruppe, sodass wir der Immersionsmethode – die in wissenschaftlichen Kreisen aktuell als beste Methode des Spracherwerbs angesehen wird – schon sehr nahe kommen.

Liz Johnson war und ist immer sehr an einer guten Zusammenarbeit mit dem Team interessiert. Sie nimmt an vielen unserer Besprechungen und Fortbildungen teil, so dass eine gute Integration in unser Konzept und die Entwicklung dieser Angebotsform möglich wurde.

Die Bezugserzieherinnen der Gruppe nutzen diese Zeit als Verfügungszeit (Auswertung von Beobachtungen; Vorbereitung der Angebote; Elterngespräche etc.)

Dieses Modell wird seit 2014 erprobt und ab 1.8.2016 zu einem festen Bestandteil unseres pädagogischen Konzeptes.

Mit Liz Johnson gibt es nun auch vertragliche Vereinbarungen.

Seit ein paar Monaten befindet sich Liz Johnson außerdem in einer Ausbildung, die sie als Sozialpädagogin und Psychologin qualifizieren wird.

Multiprofessionelles Arbeiten – der Einsatz von Mitarbeitern anderer Berufsbilder mit einem bestimmten Aufgabenprofil – ist derzeit erst in der Ideenphase der Entscheidungsträger und somit ist es leider derzeit noch nicht möglich, Liz Johnson in der Kita anzustellen, weshalb sie weiterhin freiberuflich tätig sein wird.

Da es für externe Mitarbeiter keine finanziellen Zuschüsse gibt, müssen die Beiträge – ab 01.01.2019 19 Euro – für diese Leistung gesondert in Rechnung gestellt werden und um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, auch gleich an Liz Johnson entrichtet werden. Darüber wurden Sie im Aufnahmegespräch informiert.

Sollte dies für eine Familie eine außergewöhnliche Belastung darstellen, kann der Förderverein um finanzielle Unterstützung angefragt werden.

Da es sich um ein offizielles Kita-Angebot handelt, sind die Kinder auch gesetzlich unfallversichert.

Eltern, die auch nach der Einschulung gerne weiterhin den Kontakt zur englischen Sprache fortsetzen möchten, haben dazu die Möglichkeit. So spannt sich möglicherweise ein roter Faden von der Kita bis zum Gymnasium.

 

Sprachenvielfalt vermittelt gesellschaftliche Vielfalt

Über die Fremdsprache entwickeln Kinder ganz natürlich ein Verständnis dafür, dass andere Menschen andere Sprachen sprechen und dass mit anderen Ländern auch andere Kulturen zusammenhängen und Sprachenvielfalt normal und alltäglich ist. Somit trägt dieser Bereich des Konzeptes zu folgenden Aspekten der Bildungsleitlinien bei:

  • Interkulturelle Orientierung
  • Inklusionsorientierung
  • Kultur, Gesellschaft, Politik
  • Sprache und Kommunikation

 

Zweitsprache – mit altersangemessener Methode

bei alltäglichen Handlungen üben

verbunden mit Mimik, Gestik, Ritualen und Wiederholung

Die Sprache an sich wird nicht zum Lerngegenstand, sondern sie dient als Kommunikationsmittel und die Kinder erwerben sie beiläufig im Alltags- und Handlungszusammenhang. Es entwickeln sich vor allem das Hörverständnis und ein unbewusstes, nachhaltiges Wissen über den Klang der Sprache und ihre grammatikalischen Regeln, was Kindern den weiteren Sprachlernfortschritt erleichtert.

Sie werden zum Ende der Kita-Zeit nicht fließend englisch sprechen, aber sie können Lieder wiedergeben und einzelne Wörter und Floskeln aus dem Alltag.

Brit-Fit

BRIT-FIT bedeutet, dass Liz Johnson und die Springerin jeden Vormittag ein Programm aus Englisch und Bewegung zusammenstellen und anbieten. Hierbei gehen sie auf jede Gruppe individuell ein und orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder. Dies gelingt durch Partizipation.

Sie sind jeden Tag in einer anderen Gruppe.

Der Tagesablauf ist jedes Mal individuell gestaltet, gewisse Rituale werden jedoch in jeden Tag mit eingebaut. Ein mögliches Beispiel ( Rituale unterstrichen ) :

8:00 – 9:30 Uhr:

  • Empfang der Kinder in der Gruppe
  • Freispiel
  • Frühstück & gemeinsames Beten auf Englisch

 9:30 – 11:15 Uhr:

  • Begrüßung in der Halle zum BRIT-FIT-Tag und singen des Begrüßungsliedes.
  • Spielerisches Zählen (“counting”).
  • Lesen eines englischen themenbezogenes Buches.
  • Singen ein deutsches oder englisches Lied zum Thema
  • Spielen themenbezogene Spiele
  • Spaziergänge und Turntag werden auch in dieser Form begleitet.

11:15- 11:30 Uhr:

  • Reflektion in einer Abschlussrunde. (drinnen oder auch draußen, je nach Wetterbedingungen)

11:30 – 12:00 Uhr mit der Springerin:

  • Freispiel in der Gruppe oder draußen.

Das Brit-Fit-Team arbeitet teilweise nach der Immersionsmethode. Das bedeutet, Liz Johnson und sie Springerin sprechen hauptsächlich Englisch mit den Kindern. Da Liz Johnson aber auch viel Wert auf pädagogisches Handeln und Partizipation legt, spricht sie teilweise auch Deutsch, um wichtige Werte und Normen verständlich vermitteln und Kinderanliegen angemessen begegnen zu können, oder neuen Kindern den Einstieg zu erleichtern. Auch in Konfliktsituationen sprechen beide hauptsächlich deutsch, um den Kindern Sicherheit zu geben.
Die Interessen & Wünsche der Kinder und die daraus entstehenden Planungen können Sie an den Pinnwänden in den Gruppen unter „Brit-Fit Aktuell“ verfolgen. Regelmäßig gibt es Updates über das Erlebte oder neue Ideen der Kinder.
Jedes Jahr wird zu einem BRIT-FIT- Infoabend eingeladen und Sie können auch Termine für persönliche Gespräche verabreden.
Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und auch Kritik sind jederzeit willkommen.
Gerne können Sie nach vorheriger Anmeldung unseren BRIT-FIT- Tag begleiten und erleben.

 Wir freuen uns auf neue Impulse und den weiteren Ausbau des Konzeptes.